08.06 17:00.
Sonstiges

KULTURRÄUME IN DER STADT

discursive_dinner_-_priscilla_du_preez

Ort
Halle
Termin
08.06.2024 & 15.06.2024
Öffnungszeiten
17:00 - 19:45 Uhr
Eintritt
frei
Foto
Priscilla Du Preez (Unsplash)

Was brauchen Städte, damit eine vielfältige Kulturszene gedeihen kann und in welcher Verfassung befindet sich die Kulturlandschaft in Dortmund? Das Depot lädt verschiedenste Akteur*innen aus Stadtplanung, Kulturbetrieb, freier Szene und natürlich euch im TREIBHAUS DEPOT an einen Tisch, um darüber zu sprechen. An zwei Terminen wird gemeinsam geschnibbelt, gekocht und diskutiert. Während das Küchenteam frisches Gemüse von der Grünfrau GmbH und Zutaten aus der Lebensmittelrettung von Frau Lose e.V. mit dabei hat, sorgen eingeladene Expert*innen zwischen den Gängen für fachliche Impulse. Das (vegane) Essen geht auf uns, Getränke gibt es an der Theke zu kaufen.

Moderation: Prof. Tim Rieniets

 

Themen & Gäste:

Discursive Dinner I - Was braucht eine Stadt für eine lebendige Kulturszene?
Datum: 08.06.2024 / Uhrzeit: 17:00 - 19:45 Uhr

Impulse von:

Tim Rieniets ist Professor am Institut für Entwerfen und Städtebau der Leibniz Universität Hannover. Ausgebildet als Architekt befasst er sich mit der Erforschung und Vermittlung aktueller Fragestellungen in Architektur und Stadtentwicklung. U.a. interessiert er sich für die Rolle von Kultur- und Kreativschaffenden in der Stadtentwicklung.

Untersucht man, in welchem Gebäude die besten Ideen und erfolgreichsten Projekte entstehen, kommt man zu einem überraschenden Ergebnis: Es ist die Garage. Aber warum ist dieses einfache Bauwerk so erfolgreich und was können wir daraus lernen? Mit einem Blick auf die Geschichte und die Architektur der Garage versucht Tim Rieniets, das Geheimnis zu lüften und Inspirationen für zeitgenössische Kunst- und Kulturräume zu finden.


Isabel Maria Finkenberger
ist Professorin für Stadtplanung, Transformation und Prozessgestaltung am Fachbereich Architektur der FH Aachen und Inhaberin von STUDIO if+. Büro für Stadtentwicklung und räumliche Transformation in Köln. Sie arbeitet u.a. zu Themen der gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung und an der Schnittstelle von Stadtplanung, künstlerischen Praktiken und Kulturinstitutionen.

Kultur- und Bildungsinstitutionen sind zentrale Aushandlungsorte einer lebendigen Stadtgesellschaft. Anders als die freie Kunst- und Kulturszene verfügen Sie über gesicherte monetäre und personelle Ressourcen, während die Gebäude selbst oftmals untergenutzt erscheinen. Künstlerische Praxis wiederum birgt katalysatorische Momente, welche Fragen der gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung komplementieren oder sogar verstärken und dadurch wichtige Impulse setzen können. Isabel Maria Finkenberger formuliert in ihrem Vortrag Thesen zu möglichen Schnittstellen.


Stephan Willinger
ist Stadtforscher am Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung BBSR und Projektleiter der Nationalen Stadtentwicklungspolitik. Er forscht zu kreativer Stadtentwicklung, urbaner Governance, Koproduktionsprozessen und zur Bedeutung von Narrativen.

Die immer komplexer werdenden Herausforderungen in der Stadtentwicklung können nicht mehr in einzelnen Organisationen bearbeitet werden. Koproduktion – seit Langem gefordert, aber selten umgesetzt – ist die Aufgabe der Stunde. Doch eingefahrene Routinen zu verlassen erfordert Mut. Kreative Ökosysteme bringen gepflegte Denkmuster ins Wanken. Stephan Willinger zeigt in seinem Impulsvortrag, wie Städte davon profitieren können.

 

Discursive Dinner II - Bestandsaufnahme: Wie steht es um kulturelle Räume in Dortmund?
Datum: 15.06.2024 / Uhrzeit: 17:00 - 19:45 Uhr

Impulse von:

Ralf Ebert ist Raum- und Stadtplaner, Mitbegründer des Künstlerhauses Dortmund, Stipendiat des kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen, wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Dortmund. Leitung des Projekts „Nordstadtbilder“. 1991 Gründung des Büros STADTart. Durchführung u.a. von Studien zum Kulturbereich sowie zur Kultur- und Kreativwirtschaft (u.a. zu Dortmund, zum Ruhrgebiet).

Impulsthema: Kultur- und Kreativwirtschaft in Dortmund: Strukturmerkmale, Herausforderungen, Chancen

Ausgehend von der Bedeutung Dortmunds als „Kraftzentrale“ der Kultur- und Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet beschreibt Ralf Ebert ihre Strukturmerkmale in der Stadt (u.a. hinsichtlich der Teilmärkte). Vor diesem Hintergrund werden die Standortvorteile und die anstehenden Herausforderungen der Branche skizziert, vor denen Kultur sowie Kultur- und Kreativwirtschaft im Rahmen eines integrierten Entwicklungsansatzes in Dortmund stehen.

Lisa Scholz ist Mitbegründerin des Tonbande e.V.s, der als Dachverein jahrelang den REKORDER als subkulturellen Ort in der Dortmunder Nordstadt betrieben hat.

Formate, Finanzierung, Organisation - Lisa Scholz berichtet in ihrem Impulsvortrag aus erster Hand und jahrelanger Erfahrung, vor welchen Herausforderungen Kulturschaffende jenseits des Mainstreams stehen, wenn sie realistisches und umsetzbares Programm gestalten wollen. 


Jan-Paul Laarmann entwickelt für die Wirtschaftsförderung KölnBusiness das Thema Kultur- und Kreativwirtschaft. 2023 wurde er zum Sprecher des deutschlandweiten Fördernetzwerks Kultur- und Kreativwirtschaft gewählt. Dadurch kommt er mit ganz unterschiedlicher Kultur- und Kreativraumpraxis in Berührung – von Hamburg bis München, aber auch von Pforzheim bis zur Kulturhauptstadt Chemnitz. Seine Karriere begann in der hochkulturellen Nachnutzung von Industriegebäuden bei der Ruhrtriennale und führte ihn zu Tourismus NRW, wo er internationale Kreativtourismusprojekte verantwortete. In seiner jetzigen Funktion betreut er vor allem Akteur*innen aus den Bereichen Design, Musik, Kunst & Werbung – auch in ihren oft schwer zu erfüllenden Raumwünschen.

Impulsthema: Projekte, Akteure und Instrumente. Vom Schutz zur Entwicklung? – Perspektiven der Kultur- und Kreativraumentwicklung

 

 

Die Teilnahme an den beiden Dinner-Formaten ist kostenlos, aufgrund der begrenzten Platzanzahl jedoch nur nach verbindlicher Anmeldung und Zusage möglich! Die Veranstaltungen bauen aufeinander auf, können aber auch unabhängig voneinander besucht werden.

Anmeldung bis zum 03.06. über folgendes Google-Formular: Anmeldung Discursive Dinner / TREIBHAUS DEPOT

Regelmäßig im Depot

World Press Photo
Nachtflohmarkt im Depot
f2 Fotofestival
Radius
Workshops im Depot

Weitere Veranstalter*innen im Gebäude

Sweetsixteen Kino
Theater im Depot
Verein Parzelle im Depot

Was ist das Depot

Depot

Einst die Straßenbahnhauptwerkstatt der städtischen Verkehrsbetriebe, ist der Kulturort Depot heute ein Ort, an dem die Kreativität ihren freien Lauf nimmt. Mehr als 40 Einzelpersonen, Gesellschaften, Vereine und Büros haben sich seit der Eröffnung 2001 etabliert.

Von Architektur und Design über Fotografie bis hin zu Bildender und Darstellender Kunst - der Kulturort Depot Dortmund vereint alles unter einem großen Dach.

Besucher*innen können sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Ausstellungen, Theater, Tanz, Kino, Märkte, Konzerte und verschiedenste Workshops: im Depot ist für jeden etwas dabei.

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