PEN-ZENTRUM JAHRESTAGUNG - "GEGEN-WAHLEN? WIE GEHT ES WEITER MIT DER DEMOKRATIE UND MEINUNGSFREIHEIT?"

Theater
HEUTE: Freitag, 28. April 2017 19:00

Ort: Theater im Depot

PEN-Zentrum Deutschland
Jahrestagung
Gegen(-)Wahlen? Wie geht es weiter mit der Demokratie und der Meinungsfreiheit?

Der Autor David Van Reybrouck (PEN Flandern) macht in seinem Bestseller „Gegen Wahlen" (Wallstein Verlag) einen weitreichenden Vorschlag, um der augenblicklichen Repräsentationskrise in den westlichen Demokratien zu begegnen: Statt (nur) zu wählen, sollte auch das urdemokratische Losverfahren wieder eingeführt werden. Mit ihm diskutieren der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau, der Politologe Peter Widmann (Beiträger in „Fremdenfeinde und Wutbürger", Metropol-Verlag) und der PEN-Vizepräsident Sascha Feuchert.
Moderation: Gerwig Epkes (SWR)

„Zuflucht in Deutschland" ist der Titel der neuen PEN-Anthologie (S. Fischer Verlag). Er steht auch über dem Programmpunkt Writers in Exile – die aktuellen Stipendiaten, die von Franziska Sperr, der Beauftragten unseres Exilprogramms, vorgestellt werden.
Begrüßung: Ministerin Christina Kampmann (SPD)

Termin: FR 28.04.2017 um 19 Uhr
Eintritt: frei
Ort: Theater im Depot

Das PEN-Zentrum Deutschland tagt vom 27.-30. April 2017 in Dortmund
„Bleib erschütterbar und widersteh." Mit diesem Satz des Dortmunder Schriftstellers Peter Rühmkorf als Leitgedanken beginnt am 27. April 2017 die PEN-Jahrestagung.
Das PEN-Zentrum Deutschland tagt jedes Jahr in einer anderen Stadt und ist dieses Jahr als eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind, zu Gast in Dortmund. Die drei Buchstaben stehen für Poets, Essayists, Novelists.
Der PEN wurde 1921 in England gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller. Dortmund erwartet weit über hundert Mitglieder des PEN. Tagungsort der Mitgliederversammlung ist das Dortmunder U.Dort finden auch die Wahlen zu einem neuen Präsidium und die Zuwahl neuer Mitglieder statt. Drei große öffentliche Veranstaltungen begleiten die Tagung. Sie stehen allen Bürgerinnen und Bürgern offen.

Der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau und der PEN-Präsident Josef Haslinger eröffnen die Jahrestagung am Donnerstag, den 27. April, um 18 Uhr in der Bürgerhalle des Dortmunder Rathauses. Im Anschluss lesen und sprechen unter
Moderation von Stefan Keim die PEN-Autoren Kathrin Aehnlich, Jörg Albrecht und Ulrike Almut Sandig über Lebensentwürfe, die sich nicht allein durch inhaltliche,
sondern auch ästhetische Gestaltung auszeichnen.
„Writers-in-Exile" und „Writers-in-Prison" heißen zwei international agierende Initiativen des PEN-Zentrums, die am Freitag, den 28. April, ab 19 Uhr im Mittelpunkt stehen. Auch die nordrhein-westfälische Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport Christina Kampmann ist im Theater im Depot zu Gast und spricht ein Grußwort. SWR-Redakteur Gerwig Epkes moderiert die Podiumsdiskussion „Gegen(-)Wahlen? Wie geht es weiter mit der Demokratie und der Meinungsfreiheit?" mit dem Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau, dem PEN-Vizepräsidenten Sascha Feuchert, Bestsellerautor David Van Reybrouck und dem Politologen Peter Widmann.
Writers-in-Exile Beauftragte Franziska Sperr stellt im Anschluss die neue PENAnthologie „Zuflucht in Deutschland" (S. Fischer Verlag) und die Writers-in-Exile Stipendiaten des PEN vor.
Die Abschlussveranstaltung „Poetische Schlagwetter". Literatur und Arbeit, eine Matinee in der Rotunde im Museum für Kunst und Kulturgeschichte, trägt am Sonntag, den 30. April, ab 11 Uhr der literarischen Tradition Dortmunds Rechnung.
DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann, Schriftsteller und Filmemacher Jean-Paul Dekiss sowie PEN-Autorin Kerstin Hensel diskutieren Leiharbeit, Zeitarbeit, Homeoffice, Scheinselbständigkeit, Arbeitslosigkeit – Schlagwörter zur neuen Arbeitswelt, hinter denen sich Schicksale verbergen. Außerdem stellt Herausgeber und PEN-Mitglied Heinrich Peuckmann die Anthologie „Literatur und Arbeit" vor.
Die öffentlichen Veranstaltungen sind eintrittsfrei.

Foto oben: Ralf Juergens 

Informationen zu den weiteren öffentlichen Veranstaltungen im Rahmen der PEN-Jahrestagung 



 

 

 

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