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Geschichte

Das Gebäude

In den Jahren 1915/16 entstand unter den Architekten Karl Pinno und Phillip Bachmann die Straßenbahnhauptwerkstatt Dortmund an der Immermannstraße. Durch zwei Weltkriege nahezu unbeschädigt, stellte die Werkstatt einen wichtigen Teil städtischer Infrastruktur dar und ist ein beeindruckendes Zeitdokument für die architektonische Entwicklung des Industriebaus am Ende des 19. Jahrhunderts.

Bis zum Jahr 1995 wurde die Hauptwerkstatt für die Wartung der Dortmunder Straßenbahnen genutzt.

Geschichte des DepotsGeschichte des Depots
Das weitgehend eingeschossige Gebäude beeindruckt durch seine neoklassizistische Ziegelfassade. Den Mittelteil bildet eine ca. 90m lange, 15m breite und im First ca. 10m hohe Halle, in der sich die Schiebebühne befand, die dem Transport der Straßenbahnwagen in die verschiedenen Werkstätten diente. Das Hauptdach der Mittelhalle wird von einer filigranen Stahlfachwerkkonstruktion mit Zugband getragen; dieses seltene Tragsystem aus Doppelwinkeln findet sich in heutigen Bauweisen nicht mehr wieder und ist ein Grund mit dafür, dass das Gebäude 1990 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Der Umbau zum heutigen Kulturort Depot erfolgte in den Jahren 1997-2001, wobei die ursprünglichen Konstruktionselemente überall sichtbar blieben und gestalterisch in das neue architektonische und räumliche Konzept einbezogen wurden.

Das Projekt Depot e.V.

1995 gründen die Mitglieder der Kulturwerkstatt Depot in der Kleverstraße zusammen mit weiteren Interessenten einen gemeinnützigen Verein – den Depot e.V. Es werden erfolgreiche Verhandlungen mit dem Ministerium für Städtebau, Kultur und Sport über eine Förderung des Projekts im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms des Landes NRW geführt. Die Finanzierung ist gesichert. Die Landesregierung bewilligt insgesamt DM 6,5 Mio. für die Sanierung, Um- und Ausbau des Depot-Gebäudes und DM 1,2 Mio. für die Förderung der Projektentwicklung in den ersten 5 Jahren. Die Mitglieder des Vereins Depot müssen für DM 550.000 Eigenleistung erbringen.
1996 wird das Projekt von der IBA (Internationale Bauausstellung) aufgenommen. Für die weitere Projektentwicklung werden unter Beteiligung von Land, Bezirksregierung, Stadtwerken als Gebäudeeigner und Stadt Dortmund drei von der IBA moderierte und durch Fachleute unterstützte Werkstattgespräche vereinbart. Auf der Grundlage einer konkretisierten Projektkonzeption werden ein Finanzierungsrahmen, ein Förderkonzept und der zeitliche Rahmen der Projektentwicklung erarbeitet.
1996 ziehen zahlreiche „Altdepotler“ von der Kleverstraße in das Provisorium Immermannstraße ein.
1998 gewinnt die Stadt Dortmund mit dem Depot-Projekt einen Landespreis für nachhaltige Stadtentwicklung. Die Preisgelder werden dafür eingesetzt, die marode Nordfassade der großen Mittelhalle komplett zu erneuern. Unter dem Stichwort „Licht ins Depot“ wird die Giebelwand verglast und damit der Blick in den Grünraum des Fredenbaumparks geöffnet.
Die Halle hat durch diese Maßnahme nochmals deutlich an Attraktivität gewonnen.
Um der Instandsetzung des Depotgebäudes trotz knappster Mittel auch eine ökologische Dimension zu geben, beteiligt sich der Depot e.V. 1999 an der landesweiten Ausschreibung der Emschergenossenschaft „Route des Regenwassers“. Das Projekt umfasst die Dachentwässerung, die Anlage von Sickermulden, die Umnutzung der vorhandenen alten Öltanks, die Anlage eines Brauchwassernetzes, die Begrünung der Außenanlagen, eine Teichanlage und ein Wasserspiel. Durch die Brauchwassernutzung und die Gebührenersparnis trägt dieses Projekt langfristig zu einer deutlichen Senkung der eigenen Betriebskosten bei.
In 2001 wird unter dem Motto: „Fix und fertig“ das Depot mit einer zweitägigen Kulturveranstaltung eröffnet.

Seitdem hat sich das Depot weiter als Kulturzentrum in Dortmund etabliert.

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